Kirchenmusik in Soest

Aktuelles

Von den Komponistenjubiläen, die das Jahr 2020 bereithielt, sollte eines besondere Beachtung finden: der 150. Geburtstag von Louis Vierne. Aus diesem Anlass hätte die Kantorei gerne am „Kantate“-Sonntag, dem 10. Mai 2020, die Messe Solennelle cis-Moll für Chor und Orgel von Vierne aufgeführt. Leider konnte dieses Konzert aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Vielleicht können wir es später nachholen!

Seit einiger Zeit treffen wir uns zweimal monatlich per Videokonferenz, um den Kontakt zu halten und auch einige Choräle und andere kleine Chorstücke zu singen. Ein Chorklang ist natürlich so nicht zu erreichen - jeder singt für sich unter Anleitung und zur Begleitung der Kantorin - dennoch ist es eine Möglichkeit, die Singstimme zu üben, damit sie nicht einrostet. Und Spaß haben wir auch dabei - obwohl (oder gerade weil!) für viele von uns der Umgang mit dieser Technik Neuland ist.

Aktivitäten der Kantorei in den vergangenen Monaten:

 

Seit März 2020 müssen wir uns immer wieder an neue Bedingungen anpassen: Nachdem wir im Sommer einige Zeit mit viel Abstand in der Kirche proben konnten (Foto), haben wir Ende Oktober wegen der erneut gestiegenen Infektionszahlen entschieden, vorläufig ganz auf Präsenzproben zu verzichten, bis die Zahlen wieder fallen.

Am 7. März 2020 gestalteten wir in St. Petri eine Hörzeit zur Passion mit Werken von L. Vierne, G. Fauré, M. Duruflé, F. Mendelssohn Bartholdy und F. Martin.

Am 24.Dezember 2019 sangen wir um 23 Uhr in der Christnacht in St. Petri vor allem Choräle aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, aber auch den bekannten "Quempas" von M. Praetorius.

Am Samstag vor dem vierten Advent, dem 21.Dezember 2019, gestalteten wir um 11 Uhr mit 20 Schülern der 7. und 9. Klasse der Freien Waldorfschule Soest eine Hörzeit in der voll besetzten Petrikirche mit Liedern und Chorstücken zum Advent. Es ist uns immer eine besondere Freude, mit den jungen Leuten gemeinsam die Zuhörer auf die Weihnachtszeit einzustimmen!

Das Foto zeigt die Jugendlichen bei einer Hörzeitprobe.

Im November 2019 gaben wir mit dem Orchester Opus 7 aus Lübbecke und vier hervorragenden Gesangssolisten unser Jahreskonzert in der fast ausverkauften Petrikirche: Das berühmte  Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy  erklang am Ewigkeitssonntag.

Das überaus groß dimensionierte romantische Werk thematisiert die biblische Geschichte der Bekehrung des Saulus zum bekennenden Paulus. Der Apostel steht dabei sinnbildlich für die ganze Bandbreite menschlicher Existenz: Schuld und Sühne, Bekehrung und Zuversicht, Gnade und Erlösung.

Die Zuhörer erlebten das Oratorium nicht nur mit vier Vokalsolisten, Chor und einem in romantischen Ausmaßen groß besetzten Sinfonieorchester – vielmehr waren, wie von Mendelssohn vorgesehen, auch die gewaltigen Klänge einer großen Orgel zu hören. Für diesen Part ist die Späth-Orgel in der Petrikirche wie geschaffen! Ihre 47 Register, drei Manuale und Pedal bediente ein international bekannter Konzertorganist aus dem heimischen Raum, der das Instrument meisterhaft zu beherrschen weiß: Daniel Tappe.

Neben Daniel Tappe und der Kantorei an St. Petri wirkten mit: das Orchester "Opus 7" aus Lübbecke, die Gesangssolisten Dorothee Fries (Sopran), Eike Tiedemann (Alt), Timo Rößner (Tenor) und Fabian Kuhnen (Bass). Die Gesamtleitung hatte Kantorin Annette Elisabeth Arnsmeier.

Eine sehr interessante Einführung in das Werk gab Kreiskantor Roger Bretthauer aus Lippstadt  am 17. November im Ardeyhaus in Soest. Herzlichen Dank dafür!

Mit einem kleinen Teil des Konzertprogramms gestalteten wir bereits den zentralen Reformationsgottesdienst am 31. Oktober in der Petrikirche musikalisch aus.Wir durften uns über viele positive Rückmeldungen freuen! Direkt anschließend startete unser Probenwochenende in der Kolpingbildungsstätte Coesfeld. Dort bereiteten wir uns drei Tage lang in intensiven Proben auf das Paulus-Konzert vor (Foto unten).